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rund um wasser-land.

Pionier in Sachen Outdoor

Wussten Sie, dass unsere "Grossväter" bereits 1977 damit begonnen haben, Konzepte zu entwickeln, wie unseren Gästen die Schweiz auf eine abenteuerliche, teamfördernde und spassige Weise nähergebracht werden kann?

Möchten Sie wissen, welche Projekte und Personen unsere Geschichte in all den Jahren geprägt haben? Dann wünschen wir Ihnen viel Spass beim Lesen einer Geschichte über Pioniergeist, Mut, Hinfallen, wieder aufstehen und Leidenschaft.

 

1977
Erstmals in der Schweiz werden vom damaligen Reiseveranstalter SSR (Schweizerischer Studentenreisedienst) Sportreisen angeboten. Die ersten Programme sind Tenniskurse und Surfferien. Da der SSR dannzumal auch eine der grössten Hotelketten in der Schweiz war, wurden die Programme immer mit Hotelübernachtungen kombiniert. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass der erste Tenniskurs aus Mangel an verfügbaren Plätzen auf dem Pausenplatz der Schule in Leysin stattgefunden hat. Bereits beim dritten Kurs hat es dann geregnet und man ist nach Villeneuve in eine Halle ausgewichen. Der erste Surfkurs in der Schweiz fand auf dem Thunersee statt. Reisen zur Eishockey-WM in Wien hätten zum grossen Renner werden sollen. Da jedoch alle Gäste nur den Final sehen wollten, stand Ruedi Jaisli - damals Projektleiter bei SSR - vor jedem Gruppenspiel beim Eingang und versuchte, noch einen minimalen Preis für die Tickets zu erzielen. Das klappte nur semioptimal, die Quintessenz aus der Aktion: Viele Freunde gewonnen dank verschenkten Tickets, wenig Umsatz erzielt.

 

1981
SSR weitet sein Sportreiseprogramm auf Abenteuerreisen in Europa aus und gibt der Produktelinie den Namen Eurotrek. Der quirlige Mitarbeiter ‚Fat Man', ein Kiwi, den es zum SSR verschlagen hat, schlägt vor, dass man doch Riverrafting in der Schweiz etablieren könnte. So zog man aus, die Schweizer Flüsse zu erobern. Um ungefähr die Fahrzeit berechnen zu können, haben Ruedi Jaisli und Claude Richard Äste in den Fluss geworfen, nach 100m die Zeit gemessen und diese dann auf 15km-Touren hochgerechnet. Diese Methode führte dazu, dass die erste, notabene ausgebuchte Tour, auf der Dordogne am Ende des Tages mit einer 5-stündigen Verspätung am Ziel aufgetaucht ist. Ruedi erhielt für kurze Zeit den Kosenamen ‚Grenadier-Kadi'.

Die erste Tour in der Schweiz fand auf der Reuss statt. Ziel war es, den Gästen einerseits ein Erlebnis zu bieten, ihnen aber auch die Technik näherbringen zu können. Dazu wurden 3-Tages-Touren organisiert, welche in Bremgarten starteten und auf dem Vorderrhein bei Ilanz endeten. Am ersten Tag in Bremgarten wurde nochmals ein ‚Assessment' durchgeführt: jeder Teilnehmer musste im Schwimmbad eine Länge schwimmen und eine Breite tauchen können, damit er auf das Programm mitgenommen wurde. Es sollen dort jeweils ab und zu ein paar Gäste abgereist sein...

 

1983
Eurotrek wird als selbständige 100%-Tochter des SSR in die bereits bestehende Unitours AG ausgegliedert. SSR will Eurotrek anschliessend nach nur einem Jahr aus Kostengründen schliessen. Ruedi Jaisli kauft als Hauptaktionär die Firma zusammen mit Walti Hugentobler von Kontiki Reisen sowie Oskar Laubi und Herbert Baumann.

Mittlerweile hat man sich international einen Namen gemacht. Man glaubt es kaum, aber wir hatten zum Beispiel eine Outdoor-Basis in der Nähe der Tara-Schlucht in Sarajewo, wo wöchentlich eine Riverrafting Tour stattfand. Auch im Altoi-Gebirge in Sibirien wurde regelmässig durch Eurotrek geraftet. Man hat nach dem Dordogne-Desaster beschlossen, Erstbefahrungen von Flüssen oder das Ausprobieren neuer Programme in unbekannten Gebieten nicht mehr mit zahlenden Gästen durchzuführen... und hat den Explorer-Club gegründet. Den Mitgliedern, vielfach gute Kunden oder Freunde von Eurotrek, war es vorbehalten, diesen Programmen beizuwohnen. Einer der ersten Trips war ein Trekking / Rafting in Lappland. Bilanz: 2 Teilnehmer mit gefühlten 1000 Mückenstichen beim Doktor, Stimmung gut, Zeitplan zu knapp berechnet.

Sie fragen sich, wo denn das Lager für all das Material war, wenn nicht im Einsatz oder auf der Basis? Die Antwort: im Keller des SSR-Büros am Stauffacher in Zürich...

 

1985
Es beginnt in Europa die Geschichte der Tages-Abenteuer; vorerst mit Riverrafting und Kanutrips, später auch Canyoning, Paragliding und vielem mehr. Eurotrek erhält die Möglichkeit, seine Tagesabenteuer mit Anreise / Rückreise Bahn zu verbinden und an den Bahnhöfen in der Schweiz zu verkaufen. Damit beginnt der rasante Aufschwung, jährlich ca. 30'000 Personen erleben ein Programm mit Eurotrek. Kanu fahren und Riverrafting sind die Renner.

 

1987 bis 1992
Eurotrek erhält von den SBB den Auftrag, zusammen mit Rent a Bike ein Konzept für Bahn-Aktivreisen in der Schweiz auszuarbeiten. Das Projekt wird durch die von SBB, Eurotrek und Rent a Bike gemeinsam gegründeten Firma namens Bahnaktiv AG umgesetzt. Highlights des Angebots sind u.a. Planwagentreks im Jura, Segeltörns auf dem Lago Maggiore, einem täglichen Postkutschendienst von Chur nach Laax – alles in Verbindung mit der Bahn. Der entsprechende Prospekt hat anfänglich eine Auflage von 1 Mio. Exemplaren. Es handelt sich um das erste Pauschalangebot, das an allen Bahnhöfen der Schweiz angeboten wird.

Das Eurotrek-Operating erlebt seine Blütezeit. Als Abenteuer-Pionier in Europa operiert Eurotrek seine eigenen Programme u.a. in Lappland, Sibirien, Kanada, Jugoslawien, Türkei, Schottland, Costa Rica, USA sowie in praktisch allen Ländern Europas. Die Firma zählt 15 Festangestellte sowie über 150 Reiseleiter und Outdoorguides, verteilt auf dem ganzen Globus.

Am Sitz der Firma an der Malzstrasse in Zürich werden mittlerweile auch Outdoor-Ausrüstungen und Bekleidungen verkauft. Es konnte also gut sein, dass Monika Braunwalder – ebenfalls eine massgebende Pionierin von Eurotrek - zwischen zwei Reisen organisieren, mal noch einen Schlafsack mit Mätteli oder einen Notkocher verkauft hat.

 

1992
Eurotrek erhält von den SBB das Angebot, seinen Gesamtkatalog am Bahnhof aufzulegen und zu verkaufen. Bedingung: Nur Bahn-Pauschalreisen! Ruedi Jaisli entschliesst sich, diesen Weg zu gehen und übernimmt die Aktienpakete von Kontiki, Oskar Laubi und Herbert Baumann. Eurotrek konzentriert sich nun auf den schweizerischen und europäischen Nahbereich und gibt die Fernreisen auf.

Eurotrek ist, trotz zunehmender Konkurrenz, der mit Abstand grösste Anbieter für Raftingtouren und Kanutrips in der Schweiz. Ein viel befahrener Flussabschnitt ist zwischen Andelfingen und Eglisau auf Thur / Rhein. Der damalige Bahnhofsvorstand von Andelfinden schleppte die Gummiboote mit den Gästen jeweils 1 km über Stock und Stein (und auch über die Hauptstrasse) an die Einbootstelle beim Schwimmbad. In Eglisau buckelten dann die Abenteurer die Boote wieder an den Bahnhof und die Lok brachte die Boote wieder zurück nach Andelfingen...

 

1993-1999
Wegen eines Raftingunfalls einer privaten Gruppe auf dem Inn und dem damit verbundenen (Negativ-)Medienrummel erleidet auch Eurotrek einen massiven Einbruch von Buchungen. Die ehemaligen Aktionäre Laubi und Baumann übernehmen die Firma zu 100% in die Eventure AG. Eurotrek gehört fortan zur Reisebaumeister-Gruppe (RBM).

Eurotrek konstitutioniert sich im Folgenden in 2 Bereiche: zum Einen als klassischer Reiseveranstalter/Touroperator, der Abenteuer in Europa einkauft und wiederverkauft – zum Anderen als Produzent von Outdoor-Aktivitäten in der Schweiz. Eine weitere Pioniertat bestand im Aufbau von Erlebnisausflügen und Events für Firmengruppen: Unter dem Begriff Outdoor Team Spirit werden Flossbau, Themen- Events und eigentliche Team Building-Programme angeboten. Die unter der Zweierführung von Ruedi Jaisli und Monika Braunwalder stehende Firma wird 1997 aufgeteilt in eine Vertriebsorganisation für Aktivreisen am Sitz der Reisebaumeister und einen Anbieter für Tagesausflüge und Gruppenangebote (mit neuem Domizil in Altstetten, wo wir noch heute zuhause sind). 1999 verlässt Jaisli die Firma und widmet sich seinem Mandat bei der Expo 02 und anschliessend seiner neuen Firma Swisstrails GmbH. Sein Nachfolger als Geschäftsleiter ist Kaspar Fuchs.

 

2001
Ein wegweisendes Jahr für Eurotrek: das Mutterhaus Reisebaumeister (RBM) beschliesst die Aufteilung der Firma. Monika Braunwalder und Kaspar Fuchs verlassen die Firma. Das Touroperating wird unter dem Namen Eurotrek AG in die RBM integriert. Sandra Gehrig übernimmt die Geschäftsleitung der Eurotrek AG.

Alle MitarbeiterInnen, welche im Outdoor gearbeitet haben, werden vor die Wahl gestellt, entweder auf eigene Faust diesen Bereich weiterzuführen, oder sich einen neuen Job zu suchen. Nach dem ersten Schock werden Optionen geprüft, wieder verworfen, Varianten durchgespielt, Lösungen gesucht – alles nur mit einem Ziel: wir wollen uns keinen neuen Job suchen, wir sind mit unserem sehr zufrieden! Aber wer soll die ganze Verantwortung übernehmen?

Am Schluss bleibt eine einzige Möglichkeit: Armin Stocker soll den Outdoor Bereich übernehmen und die Geschicke der neuen Firma leiten. Armin hat Outdoor von der Pieke auf erlernt. Er begann zunächst als Outdoorguide bei Eurotrek, bevor er später als Projektleiter die Gesamtorganisation von Events übernommen hat. Er überlegt nicht lange und sagt zu. Wenn man ihn heute danach fragt, ist er froh, nicht lange überlegt zu haben. Er soll damals einfach gesagt haben: „Hey, das packen wir!" Aber wer soll das bezahlen? Oskar Laubi, der bisherige Besitzer, war bereit, den Kaufpreis zu stunden. Mit seinem grosszügigen Entgegenkommen ermöglichte Oskar die Fortsetzung dieser einmaligen Geschichte. Dafür sind wir heute noch unendlich dankbar.

Ein schlagkräftiges Team von erfahrenen Mitarbeitern und Guides (kein einziger Mitarbeiter hat die Firma damals im Stich gelassen) mit Pioniergeist, gepaart mit Start-up-Feeling, unendlich lange Tage, Wochen und Monate sowie der Traum von einem perfekten Arbeitsplatz in der Natur, fluten in der nächsten Zeit die Gänge der wasser-land gmbh und der Eventure GmbH. Es sollte fast fünf Jahre dauern, bis Armin das grosse Vertrauen und die Schulden an Oskar begleichen konnte. Heute sagt Armin dazu: „Das war gar nicht so schlimm. Ich hatte ohnehin 5 Jahre keine Ferien, also wofür hätte ich dann noch Geld ausgeben sollen? Ich sehe das eher so: Ich habe ein „Buch" überreicht bekommen, für welches ich nun die Verantwortung trage und erfolgreiche Kapitel dazuschreiben kann. Unbezahlbar!"

 

2003
Dank enormem Einsatz eines genialen Teams gelingt es auf Anhieb, die Firma erfolgreich zu gestalten. wasser-land gmbh ist der Produzent von Outdoor-Aktivitäten, während sich Eventure GmbH als Eventagentur um Kundenwünsche kümmert, welche nichts mit Outdoor zu tun haben. Vor allem Firmen, welche mit den Abenteuern ihre Mitarbeiter und Kunden belohnen wollen, Vereine, Schulen und Freizeitgestalter nehmen die Vielzahl von Programmen in Anspruch.
wasser-land gmbh wird als eine der ersten Firmen in der Schweiz zertifiziert nach dem Label ‚Safety in adventures'. Die Abenteuer von wasser-land werden qualitativ hochstehend und mit hervorragender Sicherheit durchgeführt. 91% unserer Kunden attestieren unserer Dienstleistung das Prädikat ‚sehr gut'.

 

2005 bis 2009
Dank unserer treuen Kunden sind wir stetig gewachsen. Nach der Rückzahlung des Kaufpreises an Oskar Laubi folgt Phase 2: investieren in die Substanz der Firma: neues Outdoor-Material, neue Fahrzeuge, neue Computer und ein eigens für unsere Anforderungen programmiertes EDV-System sorgen dafür, dass wir kontinuierlich gute Leistungen in Bezug auf Organisation und Durchführung erbringen können. wasser-land gmbh geniesst auch innerhalb der Outdoorszene in Bezug auf die Seriösität seiner Aktivitäten einen ausgezeichneten Ruf. Die Ausbildungen für unsere Guides werden vielerorts als Massstab genommen.

 

2011
wasser-land gmbh geniesst das Vertrauen von branchenverwandten Betrieben. Wir dürfen die Schweizer Interessen der Firma Jochen Schweizer GmbH wahrnehmen. Jochen Schweizer GmbH ist das grösste Erlebnis-Geschenke-Portal im deutschsprachigen Raum. Die Firma imponiert uns, weil ihre Geschichte durchtränkt ist von Vision, Pioniergeist, Mut, Hinfallen, Aufstehen - wir sind stolz, ein kleiner Teil dieser Firma sein zu dürfen. Uns obliegt der Kontakt zu möglichen Partnern in der Schweiz und der Abschluss von Zusammenarbeitsverträgen.

 

2012
Das jüngste Kind wird geboren! wasser-land gmbh lanciert auf Wunsch von Hotels, Tourismusorganisationen und Privatpersonen ein Online-Portal für Abenteuer in der Schweiz. Unter www.daily-adventure.ch wurde eine Plattform geschaffen, welche es den Kunden und Partnern ermöglicht, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr Abenteuer buchen zu können. Ein kompletter Service am Kunden, sei es ein Reisender aus aller Welt, ein Hotelgast oder eine Schweizer Familie, welche ihr Heimatland mit abenteuerlichen Programmen von einer anderen Seite her kennenlernen möchten.

 

Zukunft
Es ist uns jeden Tag ausserordentlich vordergründig bewusst, dass wir an einer sehr speziellen Geschichte eines sehr speziellen Unternehmens arbeiten. Das verpflichtet! Wir versichern Ihnen, dieser Geschichte spannende, von Leidenschaft, Verantwortungsbewusstsein und Einsatzbereitschaft geprägte Kapitel hinzu zu fügen. Möchten Sie unsere ‚Basis 116' mal persönlich kennenlernen? Rufen Sie uns an und seien Sie unser Gast!

Danke, dass Sie mit Ihrem Wohlwollen - sei es als Kunde, Lieferant, Mitarbeiter oder Freund - helfen, die Geschichte unserer Firma mitzuschreiben!